Sonntag, 17. Januar 2010

Gedanken....

Wir haben wenige aber eindeutige Gefühle und viele mehrdeutige Emotionen, mit denen wir andere manipulieren, lenken und verletzen. Das zu unterscheiden und am Übergang zur Emotion inne zu halten ist meine derzeitige Herausforderung.
Die Verantwortung beim Anderen lassen, der mich aus seiner Emotion heraus verletzen möchte. Zu merken, wann ICH Andere durch meine Worte und mein Handeln verletze.

Die Sortierung meiner Grundgedanken enden immer bei mir! Im Zweifelsfall bin ICH mein eigenes Problem und nicht mein Sohn der genervt ist, wenn keine Salami im Kühlschrank zu finden ist.

In der letzten Zeit werde ich immer wieder auf mich und mein Erleben, meine Bewertungen und meine Werte zurückgeworfen.

Ich sehne mich manchmal nach der Zeit in der ich mit Schuldzuweisungen um mich warf. Den Zeigefinger auf die Anderen richten erleichtert kurzfristig das eigene Gefühl der Unzulänglichkeiten. Wir Menschen sind so invasiv.

Wir beginnen bei unseren Kindern. Greifen nach Stempeln, Formen und Schubladen, zappeln im Strudel der gesellschaftlichen Konvention und lassen die Liebe und das Vertrauen auf der Strecke.

Und ich finde es so schwer diese Fremdsteuerung und die dahinter liegende Angst abzuwerfen...das Gefühl, dass ALLES in meiner Verantwortung liegt und ich nicht merke wie ich dadurch meine Nächsten entmündige, ihnen das Vertrauen in die Gestaltung ihres eigenen Lebens raube.

Vielleicht resultiert daraus die Wut, die mir hier manchmal entgegenschlägt. Das sind nicht meine Angelegenheiten in denen ich stecke. Es sind die Angelegenheiten meiner Kinder und durch meine Einmischung nehme ich ihnen das Recht auf Selbstverantwortung und Selbstbestimmung.

Ich denke, es sei MEINE Verantwortung ihren Weg mitzubestimmen und zu gestalten, ob sie wollen oder nicht. Denke es sei MEINE Verantwortung ihnen ihren Schmerz und ihre Wut abzunehmen...sie zu glücklichen Menschen zu machen, MEINE Verantwortungen ihnen meine Moral überzuwerfen, Ihnen MEIN "richtig" und "falsch" auf den Buckel zu binden....

Immer und immer wieder zu begreifen, dass dies NICHT meine Aufgabe ist, empfinde ich als schwer und erleichternd zugleich.

Freitag, 15. Januar 2010

Aufbruch...

Heute ist es wieder an der Zeit die Decke zu rollen, das Päckchen zu schnüren den Yogitee einzupacken und das Wochenende auf einem Yogaseminar zu verbringen.

Thema: Gefühle und Emotionen - Freude Angst Wut Schmerz Liebe

Wie passend für unsere innerhäusliche Situation*zwinker*

Lethargie..

ist eindeutig ein Fremdwort, für mich jedoch leider nicht so fremd wie ich es gerne hätte.

So langsam schälen wir uns aus der Weihnachtsdepression. Die in zu enge Jeans gepressten zusätzlichen Weihnachtskilos werden jetzt bei mittäglichen STOP- Tänzen langsam abgearbeitet (obwohl ich zur Zeit noch schneller backe als tanze*grummel* aktuell im Ofen die Smartiecookies) und Lust auf Spiel und Farbe kehren zurück.

Heute haben wir endlich wieder gemalt...gebadet...getanzt....gebadet...geklebt...gebadet...usw.

Ich liebe es wenn wir uns austoben und ich hasse die Aufräumerei dabei, danach, währendessen und nochmal gnaz viel später.

Vor vielen vielen Jahren hatte ich auch mal eine schaffensfreudige und kreative Ader die ich abgeklemmt habe auf Grund der Sauerei, der Arbeit, des "nichtwissens wohin mit den Schätzen" und des Platzmangels sowieso.
Leicht lässt sich der stillgelegte Pfad wiederbeleben, aber ich stehe wieder genau an der gleichen Stelle wie damals: Zuviel Arbeit, zuviel Dreck und wohin damit wenn man wohnt wie in der Legebatterie?

Wir brauchen eine Werkstatt! Muss ja nicht groß sein...und teuer auch nicht...einfach nur ein Platz an dem gestaltet werden darf. Wo ich nicht die Luft anhalten muss, wenn Farbe mein Schaffell ziert, die Tube rote Tempera ihren Weg in die unbehandelten Dielenritzen findet, wo wir sägen können, schnitzen, gipsen, tonen, kleben, singen , tanzen, Quatsch machen....

Vielleicht agieren andere Kinder sittsamer als die meinen und beenden ihr Kunstwerk an den Blatträndern.
Ich selbst war nicht so ein Kind und keins meiner fünf Kinder war je so!

Also falls hier Zentralhamburger mitlesen, die sich einen Raum mit uns teilen möchten (z.B. 100qm in der Stresemannstrasse;-)) das wäre wunderbar!

Ansonsten rücke ich weiterhin den Küchetisch zur Seite und rette mein Fell !

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Mittwoch, 13. Januar 2010

Oh mein Gott....

eben noch schnell der ehemals besten Freundin zum Geburtstag gemailt. Auf den letzten Drücker sozusagen.
Dabei kurzerhand ausgerechnet wie alt die Dame denn wird. 40 ...aha...was Rundes....na das gibt ne Party.

Moment mal....sie und ich....ein und dieselbe Klasse...ein Jahrgang......

"Wie alt bin ich?" frage ich und richte meinen erwartungsvollen Blick in Freundesrichtung.

"38" erwidert er, nickt bestätigend und grinst.

*38...mh...nö...grübel rechne...ähm...70er Jahrgang...alle beide....SCHEISSE*

"Ich werde 40 !!!!!"

So eine Reaktion hätte ich mir gar nicht zugetraut aber im Ernst: Ich bin geschockt. Ich war unterbewusst sogar im Vorfeld schon so traumatisiert, dass ich mein aktuelles Alter komplett verdrängt habe*stöhn*

"Sach doch 39a"

"Haha..sehr witzig"

War das hier nicht erst gestern?????



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Liebe Frau Schneider du alte Schachtel...was bekommt man denn zum Vierzigsten so an Geschenken;-)?

Wenn man....

...kleine Kinder wie die meinen hat, die Schnee nicht mögen.
Und einen Mann, der in Schweden weilt.
Und Teeniekinder die ihre Freizeit im Netz verbringen und somit als willige Babysitter ausfallen.
Und selbst ein Mensch ist der Luft und Bewegung braucht, damit die Nerven stabil bleiben.
Und auf Grund obiger Feststellungen seine Runden mit leicht gehetztem und oberflächlichem Atem auf 89 qm dreht.
Und das seit Tagen!!!!

Ja da kann einem schon mal der Kragen platzen! Manchmal auch minütlich!

Ich finde es war jetzt genug Schnee. Hier stehen provokante Tulpen auf dem Tisch.

Frühling....du darfst;-)
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