"Mama das war soooo toll heute in der Schule das wird jeden Tag immer mehr toll!!!!!"
Naja vielleicht heben wir uns den Termin auch erstmal auf ....als As im Ärmel oder so...... (Hat ja nie jemand behauptet das alles eindeutig und einfach wäre!)
..naja fast. Es ist acht Uhr, fast noch stockdunkel , es regnet und das Kind geht zur Vorschule.
Seit über einer Woche. Er hat schon seine erste Schulhofprügelei hinter sich, tausend angeleitete und vorgesagte Basteleien absolviert (" Schwarze Farbe dürfen wir nicht benutzen, Frau Sch**** sagt, dann werden die Bilder so dunkel...") Lieder gelernt und rumgeturnt.
Nein ich finde nicht alles kacke was dort passiert, aber vieles. Und vor allem gucke ich darauf wie mein Kind es findet. Aber wenn mein Kind die Hitlerjugend toll gefunden hätte, würde ich trotzdem nicht wollen, daß er dorthin geht.
Also habe ich heute einen Termin an der Neuen Schule vereinbart. Auch wenn mein Sohn bis jetzt gerne in die Vorschule geht. Irgendwie habe ich ein doofes Gefühl im Bauch. Vielleicht denke ich auch zuviel. Vielleicht freut er sich einfach mal wenn ihm der halbe Tag gesagt wird was er zu tun hat. Kann ja auch entspannend sein. Aber wer weiß wie lange. Ich weiß es nicht. Bin ein bißchen ratlos. Lehne mich zurück. Und warte ab!
In Anlehung an diesen wunderschönen Post möchte ich hier gerne die LOBOS vorstellen. Wir haben bestimmt auch viele LOHA- Anteile aber da diese sich gut integrierbar und rel. unauffällig ausleben lassen fällt uns (oder mir) hier eher der hohe LOBO- Anteil ins Auge.
LOBO = Lifestyle of bad organisation
Ich habe, trickreich wie ich manchmal bin stets meine lebensorganisatorischen Mängeln hinter meinen (vielen) Kindern versteckt. Jedes Vergessen/ Verschieben/ Aufschieben etc. hatte gleich einen allgemein gesellschaftlich aktzeptierten Grund: Kleinkinder...später Grundschulkinder..heute Pubertisten UND Kleinkinder.
Jeder Arbeitgeber hatte stets Verständnis für "Nichterscheinen", Müdigkeit, Konzetrationsschwäche etc. weil diese Doppelbelastung ist ja auch wirklich schwer zu tragen.
Aaaaber: Ohne Kinder wäre ich genauso!
Aufmerksam auf dieses Thema wurde ich wieder seit der Zweitjüngste nun seinen Vormittag in der Vorschule verbringt und der Kleinste diese neugewonnene Freiheit intensiv nutzt um stundenlang im Kinderzimmer ungestört Lego zu spielen.
Was tue ich in dieser Zeit?
Tee trinken...bloggen...lesen....mal was von A nach B räumen...To do's weiter nach hinten schieben (umdatieren nenne ich das freundlich) ....feststellen, was man alles mal tun müsste....irgendwann entsetzt feststellen, daß man nun dringend das Kind aus der Vorschule abholen muß!!!
Ich könnte sehr effizient leben, ich WEIß das! Aber etwas in mit sträubt sich und der LOBO macht sichs im Sessel gleich nochmal bequemer.
Aber alles im Leben ist Entscheidungssache und ehrlichgesagt weiß ich gar nicht ob ich effizient sein WILL!? Ich mag keine perfekten Prozesse, kein rhythmisches Ineinandergreifen von Abläufen, ich mag es hängenzubleiben und meine Aufmerksamkeit Situationen zuzuwenden die im Ablauf eines reibungslos funktionierenden Alltags gar nicht aufkommen . Ich ändere gerne spontan meine Pläne und kann dafür alles andere über den Haufen werfen. Ich bin meistens die Letzte die das Geld für die Klassenkasse abgibt und die Einzige die ihrem Sohn immer noch keinen Malkittel besorgt hat aber dafür auch Eine die offen für neue Ideen und flexibel im Miteinander ist. Dafür lasse ich mich gerne dreimal anmahnen weil die W*ohnungsbaukreditanstalt noch meinen Berechnungsbogen braucht. Spannend ist doch, daß es mir auf den letzten Drücker dann doch immer noch gelingt und ich durch ein paar Telefonate auch mal die eigentlich sehr nette Frau hinter dem Schreiben kennen gelernt habe. An meiner fehlenden Reibungslosigkeit erkenne ich mein Menschsein. ICH verschicke keine Arztrechnungen an ahnungslose Mitmenschen (" Ja wissense Frau K. das ist der Prozess...jaja wir wissen, daß Sie nichts bezahlen müssen aber der Computer...also das System verschickt die automatisch wir können da gar nix machen....." *örks*) .
So und nun setz ich mich mal zu meinem Kleinsten in die Legokiste und den Papierkram und den Abwasch, die Wäsche und das Katzenklo....ach dafür ist ja auch später noch Zeit;-)
Nach gefühlt viel zu langer Zeit haben wir gestern mal wieder eine Stippvisite bei unserer gepachteten Erdparzelle abgehalten.
Wie jedes mal WENN ich dann da bin stelle ich verschiedene Dinge fest: Zum einen, daß ich dringend aufs Land muß und zum anderen, daß ich das Stück Feld zwar unbedingt für mich aber VOR ALLEM für die Kinder haben wollte, denn so mausgraue Stadtkinder die von ihren großen Geschwistern nur Tütensuppen und Fertigpizzen kennen, die müssen ja wissen was wann wie und wo wächst und was man damit anfangen kann. In der Realität sieht das dann etwas anders aus, denn die kleinen Kinderfüße die nicht zwischen Löwenzahn und Kürbisblüte unterscheiden, können durch eine Feldbesichtigung den Ertrag locker um 50Prozent dezimieren. So läuft es dann meist so, daß der Kerl die Kinder "beschäftigt" mal hin und wieder ein Kleiner aufs Feld stiefelt um 5 bis 10 Kartoffeln mit auszubuddeln und um sich erklären zu lassen was wo wächst und warum andere Sachen nicht wachsen etc. um dann mit einer Unkrautschubkarre wieder von dannen zu ziehen. Die Entspannung kommt nur ohne Kinder. Ich hätte es gerne anders, es ist aber nicht so. Manchmal ertappe ich mich bei dem Gedanken daß ich auch gerne ohne Kinder aufs Feld fahren würde so wie meine Parzellennachbarin, die nach ankommen erstmal gemüseknabbernd und quatschend in der Sonne sitzt. Ohne Kinder vesteht sich. Die sieht auch immer EXTREM entspannt aus.
Wir haben viel geerntet, entdeckt und Rezepte getauscht. Ich träume immer noch von einem Häuschen am Feldrand und der Möglichkeit Gemüse nach Bedarf und nicht nach Möglichkeit zu ernten.
Während sich der Kerl in der Sonne mit anderen Frauen entspannt....
...schleppt Frau die Felderrungenschaften zum Auto...
..und schuftet sich auf dem Feld den Buckel krumm;-)
Kleine Kinder, Gießkannen und Wasser bilden eine unzertrennliche Einheit.
Suchbild;-)
Wehende Haarpracht im lauen Herbstlüftchen
Der Wirsing vom Nachbarfeld. Unser Wirsing, Weiß,- und Rotkohl haben sich weitgehend stinkend und schleimbildend aufgelöst...
Fleißige Helfer...
Kürbistransporter...
Ernteglück!
Die Preisfrage der Woche:
Wie heißt dieser Kürbis und ist er überhaupt schon reif? Ich habe ihn nirgends ergooglen können und geschmacklich reißt er mich auch nicht vom Hocker. Ich habe hinter seinem aufgeblähtem Aussehen schon einen gemeinen Zierkürbis vermutet denn sein Geschmack (wenn man das überhaupt so nennen kann) ist leicht bitter und ansonsten bietet er sich lediglich als eine geschmacksneutrale Trägermasse an......
Nach dem Feld gabs ein bißchen You*tube für die Kleinen, dabei ist mir diese adrette Dame untergekommen. Kennt die noch jemand in meiner Alterskategorie??? Ich habe sie geliiiiiebt!
Das diesjährige Sch*anzenfest habe ich übrigens auch sehr gut überlebt. Als die Polizeiansagen und der pseudopolitisch- aggressive Mob lautstark näherrückte und mir mein schaulustiger Freund vom Küchenfenster aus mitteilte, dass unsere Mülltonnen gerade in Flammen aufgehen habe ich mir einfach meine neuen kleinen gelben Freunde (nein, nicht! die Telefonbücher) in die Ohren gedreht und so gut geschlafen wie lange nicht mehr. Wie habe ich es mein Leben zuvor bloß ohne ausgehalten???
Schon seit einigen Tagen erlischt mein morgendlicher Espressodurst. Dementsprechend habe ich am gestrigen Tag einfach abgelehnt als mein Freund mich mit der allmorgendlichen Frage "Kaffee???" konfrontierte.
Man kann ja auch mal ohne....
Schon bald machte sich ziemlich schlechte Laune bemerkbar und leise und klammheimlich kam so ein unschönder Druck im Kopf dazu. Das steigerte ich dann rel. rasant bis zum Mittag. Der Kopf drohte zu platzen, enorme Übelkeiteit gesellte sich dazu und mein Mantra hieß seitdem bis zum Eintreffen des Kerls:" Ichüberlebedas..ichüberlebedas....ichüberlebedas....!"
Ab 16:00 lag ich mit Ohrstöpseln und Leinsamensäckchen im Bett. Jeder Laut, jeder Geruch und jede Bewegung brachten mich um den Verstand.
Allein diese Tatsache der Umstände machte mich so wütend auf die kleinen schwarzen Bohnen, dass ich mir dachte "Ihr kriegt mich NIE wieder!!!"
Wahrscheinlich bin ich überhaupt keine Migränepatientin wie ich immer glaubte sondern die intervallartig auftretenden schlimmen Kopfschmerzen mit gepaarter Übelkeit sind einfach Unterbrechungen im Koffeinzufuhrstrom...?!
Also das Zeug kann mir echt gestohlen bleiben. Heute kann ich schon wieder geradeaus gucken auch wenn ich einen ziemlich verbeulten Eindruck hinterlasse. Aber DAS kann ja nur besser werden....