Samstag, 22. Oktober 2011

Buchtipp

Ich habe ja gefühlte Millionen von Büchern und ich bin froh, daß ich amazon jetzt ins Lädchen liefern lassen kann um dauerndes Kopfschütteln meines Freundes zu vermeiden;-)
Ich bin auch keine konsequente, sondern eine unbeständige Querleserin. Manche Bücher kaufe ich um sie 2 Jahre später zu lesen, manche zugegebenermaßen vielleicht nie.

Aber dieses Buch habe ich gelesen...naja fast. Von Seite 11 bis 650. Bei den letzten 70 Seiten hat mich die Ausdauer verlassen. Vielleicht hatte der Autor aber auch schon alles gesagt, ich jedenfalls war gesättigt und die vielen Anläufe und Hürden die ich genommen habe um das Ganze abzuschließen sind in die Hose gegangen.

Aufmerksam wurde ich durch den Film "Das Ende ist mein Anfang" den ich aber trotz schöner Bilder und Momente sehr oberflächlich fand. Auf Grund des Filmes, des Autors und der Thematik habe ich das Buch bestellt und die ersten 650 Seiten auch in einem Rutsch durchgelesen.

Eine Reise ins Ungewisse von einem sehr scharfen Beobachter festgehalten, der mit seinem neuen Freund und Feind, dem Krebs auf Reisen geht. Vom Superhospital in New York in dem er dem Krebs die Chemokeule erteilt über alle Kontinente der Welt. Er durchstreift Mythen, Aberglauben, Naturkräfte, Menschenseelen, Kulturen und Wertvorstellungen. Es ist fesselnd beschrieben und den Schluß muß ich mir gar nicht verkneifen, denn ich kenne ihn ja nicht;-)

Wenn jemand das Buch lesen möchte (und mir dann kurz die letzen Seiten erzählt) schicke ich es gerne weiter.


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Freitag, 21. Oktober 2011

Jetzt gehts los......

Der Zweitjüngste ist seit dem "Sommer" in der ersten Klasse. Neben dem, was Eltern nicht so mitkriegen passieren jetzt so unschöne Dinge wie "Wenn Du nicht hierher kommst und mitmachst, dann bekommst du eine 6!!!"

Da nutzt es auch nichts, dass die Kinder da eigentlich GAR KEINE Noten bekommen, in den Köpfen mancher Lehrkörper ist das schmalbrüstige Bewertungsraster offensichtlich aktueller denn je.

Wie gut, daß mein Sohn jeden Tag nach der Schule in unser nahegelegenes spanisches Restaurant geht um sich schon mal für die Berufswelt warm zu arbeiten. Da ist er derzeit motivierter als die Teenies und nimmt seine Sache seeeehr ernst. Mein ältester Sohn beginnt bald ein Praktikum in der Bullerei.....wahrscheinlich ist der Kleine dem Großen dann schon meilenweit voraus.Er faltet Servietten (Kerzen und Schiffchen kann er schon die Hochzeitsfaltereien sind ihm zu kompliziert), putzt in der Küche, sortiert Besteck und bekommt dafür Cola, Pommes , Eis und manchmal auch Geschichten wie " Das Geld kommt an Weihnachten."

Wir werden sehen. Ob Geld kommt und was wir mit der "6er- Tante" noch so anstellen.

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Puzzlegedanken

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Ich bin ja schon "lange" wieder hier. Kurz und intensiv war meine Woche in 7Linden.
Mitgebracht habe ich neben superleckeren Brotaufstrichen (hier "Meeretich/ rote Beete" "Tomate/ Nuß" "Paprika" und sauleckeres "Pesto") eine Menge Verwurzelung zu Wünschen, Gedanken und Lebenszielen die ich im Prinzip seit Kindheitsbeinen in mir trage, die aber durch Schule, das Leben , die Welt und die damit verbundenen Verwirrungen und Verdrängungen über lange Jahre einfach begragen lagen.

Und es fällt mir zugegebenermaßen schwer im Alltag immer achtsam zu sein. Beim hektischen Einkaufen nach der Arbeit greife ich manchmal zu Dingen die ich (wenn ich einen Moment innehalten würde) sonst nie kaufen würde.

So geht es im Prinzip bei mir immer wieder ums selbe Thema: Bewußtwerdung ....was TUE ich und will ich das überhaupt WIRKLICH. Wenn nicht...WAS will ich wirklich? Und wie komme ich dahin meine Ziele lebendig werden zu lassen?
7Linden hat mir in so kurzer Zeit wieder gezeigt was geht. Nicht nur in punkto ökologischer Nachhaltigkeit sondern auch im Bereich Kommunikation, Mensch sein und Verantwortung übernehmen.Wobei die Verantwortung wohl das derzeitige Hauptthema ist.

Klar, daß ich mit solchen Ansichten bei meinen Teenies mega uncool bin.Da kann ich dann gleich üben, mich abzugrenzen ohne es persönlich zu nehmen *haha*

Ich habe im Ökodorf an der Einmachwoche teilgenommen und wir haben ziemlich viele Birnen geerntet und zu Kompott verarbeitet ( die schmeckten mit dem selbstgemachten Schokomus übrigens phantastisch...eine primitive Form der kulinarischen Köstlichkeit "Birne Helene")....Pesto zubereitet, Brotaufstriche, rote Beete eingekocht, Apfelmus gemacht und damit die Kellerregale weiter aufgefüllt. Das Arbeiten mit so unterschiedlichen Leuten, die alle irgendwie auf der Suche nach grundlegender Veränderung sind waren sehr inspirierend so daß ich nächstes Jahr sicher wieder teilnehmen werde.

Als weiteren Wegbegleiter habe ich das Thema Tiefenökologie mitgenommen was mir bis dato in der Begrifflichkeit nicht bekannt war. Superspannendes Thema und deckungsgleich mit meinen frühkindlichen Sehnsüchten, natürlich mußte ich mir gleich ein themenbezogenes Buch organisieren, was ich sehr lesenswert finde:

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Die Frage nach der Sinnhaftigkeit dessen was ich /wir tun ist ständiger Begleiter und mit zunehmendem Alter möchte ich eine Antwort auf die folgende Frage geben können:

" ...was hast du unternommen als die Jahreszeiten aussetzten,als die Säugetiere, Reptilien, Vögel, als alle starben? Sicher hast Du die Straßen mit Deinem Protest erfüllt als der Planet geplündert wurde, als sie die Erde enträtselten?"

Ja dann zieh ich mich mal WARM an.......:-)

Montag, 10. Oktober 2011

Wohin geht die Reise?

Zwei Reisende fahren in einem Zug.Sobald der Zug am ersten Bahnhof hält, fängt der eine der beiden an zu jammern und zu stöhnen. Beim zweiten Bahnhof stöhnt er noch mehr und springt unruhig von seinem Platz auf. Beim dritten Bahnhof rennt er vor Panik durch den Zug, um sich dann wieder jammernd auf seinen Platz zu setzen. Daraufhin fragt ihn der andere Reisende: " Warum stöhnst und jammerst du und wirst immer lauter von Bahnhof zu Bahnhof?" Er erhält die Antwort:" Warum sollte ich nicht stöhnen und jammern? An jedem Bahnhof merke ich, dass der Zug immer weiter in die falsche Richtung fährt."
Der andere schaut ihn verdutzt an:" Ja aber warum steigst du dann nicht aus und nimmst den Zug in die andere Richtung?"
Die Antwort:" Ich habe doch meinen Fahrschein für diesen Zug gelöst. Und ich habe einen guten Sitzpatz. Wer weiß, wann überhaupt ein Zug in die andere Richtung geht? Und ob überhaupt noch einer kommen wird? Das ist doch vollkommen unsicher! Wo ich doch jetzt schon so weit gefahrten bin....."
Und so fährt er weiter in die falsche Richtung und jammert.

Samstag, 1. Oktober 2011

Auf Wiedersehen....

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Naja ganz so dramatisch und aufregend ist es dann doch nicht.
Aber für eine Woche krabbel ich aus dem Schoß der Familie um im Ökodorf die Herbsternte zu verarbeiten. Gleichzeitig fällt mir auf, daß ich seit 6 Jahren noch nicht ohne meine Kinder weg war. Wahnsinn. Sechs Jahre!!! Die Zeit rennt. Wenn ich das gewußt hätte, wäre mein Selbstverwirklichungsbefinden in den letzten Jahren sicher defizitärer ausgefallen. Aber was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß;-)
Am Wochenende darauf folgt ein Seminar "anders leben aber wie". Das trifft meinen Nerv punktuell. Vielleicht liegt es am Alter, an den politischen Strömungen, am Herbst, ....... oder was weiß ich was, aber das Bedürfnis, etwas echt SINNVOLLES zu tun wächst proportional zu den Lebensjahren. Leider weiß ich noch nicht genau, wo in meinem Leben ich das noch unterbringen soll. Vielleicht kann ich noch irgendwas verschieben um noch was in mein Leben zu quetschen;-)

Mitnichten. Es folgt Entspannung, körperliche Arbeit, Nächte ohne kleine Kinderfüße auf dem Bauch, Stricken, Bücher lesen.....ich freu mich!
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