.... nein, ich habe
keine Angst, dass ein Amokläufer in die Kita meines Sohnes hereinbrechen könnte, und ich denke auch nicht, dass der "schwarze Mann" Klein- Mosi vom Spielplatz klaut...
...aber irgendwie bin ich zur Zeit schrecklich gerne mit meinen Kindern zusammen.
Der Älteste weilt in Düsseldorf, der Nächste in Paris... bleiben also nur noch 3 die es zusammen zu halten gilt.Heute morgen haben sich die Drei ganz wunderbar vergnügt, derweil ich eine meiner unliebsamsten Arbeiten in Angriff genommen habe:
Stoffe mit ZickZack versäubern um sie der Waschmaschine vorzuwerfen.Diese Arbeit empfinde ich als mind. ebenso
unbefriedigend und überflüssig wie die lästige Hausarbeit, die so kurzweilig und verspottend jeden Tag aufs Neue auf der Liste der zu erledigenden Dinge erscheint.
Meinen Schweinehund überwindend habe ich gnadenlos alle verzickzackt. ....
...und konnte sie gerade noch retten als meine "Cleeningwoman" samt "Helferlein" an der Tür klingelte um ihren zweiten Dienst anzutreten.Momentan freue ich mich über niemanden so sehr wie über sie! Da toleriere ich doch gerne den Zweithund, der Aufmischqualitäten mitbringt, die jene meiner Kinder weit übertreffen.
Heute hat er nur das Katzenfutter aufgefressen und einmal in die Küche gepinkelt.
Dafür hat A. meine Kinder in ihre Arbeit integriert, so dass es fast "two in one"- Dienste waren.
Ich bin immer noch so begeistert, dass ich schon wieder Angst habe, was wohl mal aus mir wird, wenn ich sie nicht mehr habe!Putz,- und versorgungstechnisch bin ich ähnlich hilflos wie die männliche Gattung.Als ich kürzlich bei meiner Nachbarin eine Amazonsendung abholte, die der Postbote dort hinterlegt hatte, lief ich an einem Topf voller lecker aussehender gefüllter Paprika vorbei.
Meine Post in der Hand wies ich kurz auf das gelungen wirkende Gericht hin und war kurze Zeit später mit dem Päckchen und einer riesigen mit Reis und Hackfleisch gefüllten Paprika auf dem Weg in meine Wohnung.
Während die Paprika im Ofen ihre Runden drehte, las ich mit Mosi noch entspannt ein Buch um dann gemütlich zusammen zu speisen.Da ging mir ein Licht auf:
Neben meiner Putzperle bräuchte ich dringend noch jemand, der für mich kocht. Ernährungstechnisch bin ich theoretisch sicherlich jeder Ernährungsberaterin weit überlegen, aber praktisch bin ich auf pubertätsniveau und kann schon mal ein paar Tage mit Schokolinsen, Marabou und Mamorkuchen überleben.Wer weiß, vielleicht kann ich meine Perle noch zum kochen überreden. Aber nachdem meine arbeitslose Arztfreundin, die hier Bewerbungen schrieb sich gleich anschickte, ebenfalls in den Genuß ihrer Dienste kommen zu wollen, sehe ich schwarz. Schließlich ist am Montag Semesterbeginn und ihr eigentlicher Beruf ist Studentin!Nichts desto Trotz,war ich wieder mal so begeistert, dass ich vorher/ nachher Fotos geschossen habe...einfach so ...um mich wiederkehrend daran erfreuen zu können. Denn Ihr glaubt doch nicht, dass das Zimmer noch so aussieht;-)
vorher:nachher:Ein Traum , habe ich zuviel versprochen? Parallel dazu hat meine Tochter heute mt ihrem leiblichen Vater ihr Zimmer renoviert. Zack zack alles an einem Tag...alles hinter verschlossener Tür ...ohne Dreck und ohne Gemecker.Patchwork hat auch seine guten Seiten, dessen bin ich mir in den letzten Tagen wieder bewusst geworden. Weder ich noch mein Freund mussten meinen Sohn letzte Nacht um 2:30 an den Bus nach Paris bringen, noch mussten wir meine Tochter beim Zimmer umgestalten unterstützen oder das Flugticket für der Ältesten bezahlen.
Manchmal kann man sich einfach auf die Seite legen und die Dinge passieren scheinbar wie von selbst.
Ein tolles Gefühl !