Montag, 30. November 2009

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier.....

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...den Rest kennen wir!

So langsam steigt mein Nervositätspegel. Nein, nicht weil ich noch durch tausend Läden hetzen muss um die Wunschzettel meiner Kinder abzurennen...nein, ich muß mich auch nicht mit diversen Onlineshops rumschlagen, die Bestellungen und Lieferzeiten versprechen die kein Mensch einhalten kann.

Ich werde ein wenig nervös (wirklich nur ein wenig,,) weil ich noch überhaupt GAR KEINEN Gestaltungsrahmen fürs Fest der Liebe habe.

Lediglich meine Aufzeichnungen vom letzten Jahr blitzen mir aus meinem Jahreskalender entgegen in den ich (vorausschauend wie ich gerne öfter wäre) meine Stimmungen zum Fest des letzten Jahres festgehalten habe.

Und da steht (ums kurz zu machen): NIE WIEDER !!!

Das ist ja beim ersten Betrachten keine sehr konstruktive Formulierung, aber ich habe zusätzlich auch ein bißchen mit dem Ausschlussverfahren experimentiert:

Ich möchte KEINE kleinen Konsumenten abfüttern, die fragen: "WAS gibts zu essen....WANN gibts was zu essen....WANN dürfen wir Geschenke aufmachen....Danke...wech!" Das alles aus dauersitzenden Positionen, während Mutti rennt, es schön macht, schön kocht, schöne Schleifchen um Geschenke getütet hat etc. pp.

Ich möchte kein Teeniegemotze (jaja hoher Anspruch, eigentlich unerfüllbar), keine Dauersitzer die jede Notwendigkeit des Gemeinsamen ablehnen ("..wieso kochen kannst doch DU....wir haben schon so ein anstrengendes Jahr hinter uns gebracht..") und auch keine langen Gesichter, wenn sich der ersehnte Laptop nicht unter den Geschenken befindet ("Wieso kann ich keinen Laptop haben? Lisa hat auch einen und ihre Eltern haben bestimmt weniger Geld als wir....."*ääääh*)

Bisher hatte ich in meiner ersten Gedankenschleife folgende Ideen, die leider schon im Vorfeld bei der Familienleitun abgeprallt sind:

Idee 1:

Ich gehe schön mit meiner Freundin in die Sauna...Mann und Kinder machen alles schön und hübsch und wenn das Essen auf dem Tisch steht, stoßen wir dazu. Was ich sehr einfallsreich finde, da ich ja dann laune,- und entspannungstechnisch auf so hohem Niveau regiere, dass ich evtl. auftretende Unstimmigkeiten bestimmt super auffangen kann. Naja...vielleicht als Überlegung nochmal in die zweite Runde werfen.

Idee 2:

Wir gehen alle ins yogische Teehaus, da ist zeremonisches Schweigen angesagt, da kann man sich nicht streiten, dem weltweiten Mangel gedenken und Stolz darauf sein, keine sauteuren elektronischen Geschenke sein eigen nennen zu dürfen.

Idee 3:

Ich schenke allen eine "Wii"....dann haben alle was zu tun, bewegen sich (endlich mal) und ich kann mit meinem Liebsten Paarzeit genießen. In Ermangelung eines anständigen Fernsehers müsste man allerdings noch einen Bildschirm oben drauf setzen, das sprengt schon wieder jeglichen finanziellen Rahmen.

Idee 4:

Wir lassen Weihnachten ausfallen (no go....ich weiss...deshalb kann ich es selbständig streichen, es hat sich vorübergehend aber sehr angenehm angefühlt)


So, mehr Ergüsse kann ich bisher nicht bieten. Gibt es hier mitlesende (Groß,-)familien, die harmonische Tage vorweisen können, und wenn ja: Wie geht das?

Ich nehme gerne weitere Anregungen entgegen, denn außer mir, macht sich hier bisher keiner Gedanken;-)

Yoga Teil 3

Nach dem Yogawochenende habe ich heute am späten Nachmittag entschlossen den Hintern aus den warmen Sitzkissen gehoben und bin mit dem Fahrrad (auf Empfehlung!) zum Yoga gefahren.

Die Lehrerin wirkte eher wie eine Klosterschülerin. Etwas zurückhaltend und "unscheinbar". Ihre Kriya, die sie wählte kam erstmal ähnlich unaufregend an. Sie bestand lediglich aus 3 Übungen, die mich körperlich nicht herausforderten und die ich für mich alleine wohl nie gewählt hätte.

Was mich überzeugt hat, am nächsten Montag wieder zu kommen, war das Endergebnis!

Ich gehöre offensichtlich zum Mainstream, der zwar Spiritualität mitlerweile anerkennt, sie auch ins Leben integrieren will, doch mental immer noch zu "schneller...höher...weiter" tendiert. Und wenn man beim Yoga nicht wenigstens auch ordentlich schwitzt und das Blut in Wallung kommt, dann hat man das Gefühl, nix geschafft zu haben.

Wie wollen leise Klänge gehört werden, wenn die Welt so einen Krach macht?

Diese Frau hat es heute abend geschafft, mich ganz nah zu mir zu bringen, ganz still, demütig und erfüllt zu werden. Ich mußte dafür nicht einmal leiden oder schwitzen...nur einmal fernab von der hippen Küste die Finger zu befremdlich wirkenden Mudras verknoten und Sein.

Natürlich mag ich auch den Krach...die laute Energie und die Geschwindigkeit. Da man sich darum aber nicht bemühen muß, weil man es an jeder Ecke hinterhergew0rfen bekommt, bedanke ich mich für den heutigen, kaum hörbaren Zwischenton der mir tief unter die Haut bis tief in die Seele gekrabbelt ist.


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Sonntag, 29. November 2009

Yoga Teil 2

Aufhören wenns am schönsten ist....

Der Nachteil an solchen Wochenendseminaren ist, dass man sich trennen muss, wenn man sich gefunden hat.

Ich hätte jetzt noch gerne mit der illustren Gruppe einige Tage verbracht (gern auch am Meer;-)) aber der Sonntag Abend ist das Ende und aus dem Grund habe ich (ich bin wohl mehr der orale/ schizoide Typ) auf der einsamen Bahnfahrt nach Hause alle meine Müsliriegel in mich rein gefressen.

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Was nehme ich mit?

Ich gehe morgen abend zum Yoga !
Ich habe meine Schubladen wieder verschlossen!
Ich werde wieder mehr Toleranz im Umgang mit meinen Lieben üben!
Ich werde häufiger tiiiiief durchatmen!
Ich werde sehr liebevoll mit mir umgehen.
Ich werde mir mehr Raum gönnen!
Ich weiß, Bewegung und Dehnung tut gut...und jünger werde ich (zum Glück) auch nicht mehr!
Yogalehrer sind auch nur Menschen;-)!
Die anderen sowieso!
Ich bin müde und erfüllt!
Ich geh ins Bett!

*gähn*

Samstag, 28. November 2009

Yoga Teil 1

Was haben wir gelacht und Spass gehabt ...und ich gestehe...der einzige männliche Teilnehmer tat mir streckenweise ganz schön leid;-)

"Körperstrukturen und Charakterbilder" nennt sich das interessante und amüsante Seminar und obwohl Schubladendenken überhaupt nicht angesagt war, so habe ich doch ordentlich die Schubladen aufgemacht und eingetütet. Nebenbei gab es noch ein bißchen Yoga für den Körper und ich muss gestehen, ich merke mal wieder was mir sonst so fehlt! Vielleicht schaffe ich es diesmal, etwas davon in die Woche zu retten;-) In diesesm Sinne:

Wahe Guru.....und nicht so viele Lebkuchen essen;-)

Froschyogi

Heute beim Bagelfrühstück....

"Mama, ich mag die Mohnbrötchen lieber als die Seemannbrötchen......."


My creation

Ich nehme jetzt meine Täschchen und verlasse das heimelige Familienleben, um mich den Tag über yogischen Feinheiten hinzugeben. Ach was freue ich mich...lang, lang ists her....;-)
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