Sonntag, 28. März 2010

Sentimentalitätensonntag

Meinen Vierzigsten habe ich mental gut überstanden.

Auch wenn ich (wenn in Zeitungen von Menschen „um die 40“ die Rede ist) immer noch den Untertitel „boah alt“ im Gehirn aufblitzen sehe so habe ich mich doch mitlerweile zahlentechnisch gut arrangiert.

Da ich aber an Silvester und an Geburtstagen im Allgemeinen zu Sentimentalitäten neige, werde ich hier und da an die Endlichkeit erinnert. Und wenn es sich nur um die Endlichkeit in von Eindrücken, Begleitungen, Wahrnehmungen etc. handelt.

Meine großen Kinder werden groß. Nabeln sich ab. Entscheiden allein. Zur Zeit heißt es tagtäglich Abschied nehmen.
Es ist fürchterlich und ich denke alle paar Tage: „ Ich bin noch nicht soweit!“ Da mich aber keiner fragt, ob ich bereit bin, loszulassen und die (vermeindliche) Kontrolle abzugeben werde ich jeden Tag weiter geschubst, als ich gehen möchte. Manchmal kann ich mich treiben lassen ein anderes Mal stolpere ich durch den Tag. Werde gebeten Entscheidungen zu treffen, die ich nicht treffen kann oder mag. Die Zeit rennt. Habe ich mich in einem Thema eingefunden, rollt das nächste heran.

Oft stehe ich vor meinen großen Kindern und gebe ihnen zu verstehen, daß ich auch nur Mensch bin .

„Ihr seid meine ersten Kinder die groß und erwachsen werden….das ist auch alles für mich neu!“
Fragende Gesichter. Denken Kinder heute immer noch, daß Eltern alles wissen? Alles richtig machen? Immer wissen was sie tun?Auf alles vorbereitet sind?

Auch die kleinen Kinder werden groß. Und die Sicherheit, daß kein kleineres mehr nachkommt hinterläßt ebenfalls merkwürdige Stimmungen.
Das letzte Mal ein Kind beim Sprechen lernen begleiten, das letzte Mal kleine knubbelige Kinderfüße in Schuhe (Größe 20) stecken, das letzte Mal stillen, das letzte Mal tragen, das letzte Mal , dass die Zahnfee kommt………..usw.

Dies wird wohl auch der letzte Sommer, in dem ich Moses hin und wieder mal tragen werde wenn er in der Mitte unserer geplanten Tagesausflüge schwächelt.

Aus diesem Grund habe ich gestern unseren letzten Meitai genäht. In einer besonderen Stimmung. Mit einem besonderen Gefühl.
In Anlehnung einer Vorlage aus diesem schönen Buch ist er entstanden und er ist so bunt, wie hoffentlich unser Sommer und unser Leben wird und bleibt.


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Ich geh jetzt mal viiiel Schokokuchen backen und Kakao aufsetzen!

Freitag, 26. März 2010

Endlich...

Der erste Ausflug der einen Blick auf den bevorstehenden Sommer wirft. Schattenlos rauschten wir durch den Tag.
Nachdem wir die Anfahrt per Bahn zwischen div. Handys, MP3playern, Selbstgesprächlern, schlechter und stickiger Luft und Arbeitsfrustlaune überstanden haben sind wir ins Paradies eingetaucht.

Ruhe...Vögel... Sonne.....Entspannung...Zeit....Luft...Beobachtung...(m)ein Traum. Endlich. Wieder.

Gleich zu Beginn mußten wir einer Honigbiene das Leben retten. Das war eine lange und heikle Geschichte die zwischen Rettungsboot aussenden, aus dem Wasser angeln und an die richtige Seite pusten doch einen guten Ausgang nahm.

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Als sie endlich wieder summend abhob, war das Jubeln groß!

Wir haben Fische gefüttert, während Mosi hinter den Parkbänken in Deckung ging weil er die Befürchtung hatte in den riesen Gierschlunden auf Nimmerwiedesehen zu verschwinden.

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Wir haben den Frühling bestaunt und waren extrem überrascht, wieviele Hummeln und Bienen schon bei der Arbeit sind.

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Wir haben viel Pause gemacht und noch mehr gegessen (liebe Frau K. aus F. die Lindtschokolade mit den Extra Nüssen hat hier ihr jähes Ende gefunden obwohl Frau B. aus A. noch Duplos und Lachgummis mit im Gepäck hatte....;-))

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Und last but not least wurde an jeder Ecke geschnitzt. Wir hatten eine wunderbare Auswahl der verschiedensten Hölzer und es war für uns alle total spannend die Unterschiede bei der Bearbeitung festzustellen.

Hier heißt es im Moment: Ich gehe keinen Meter ohne mein Messer;-)

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Alles in allem ein grandioser Tag. Ein Vorfühlen auf die kommende Jahreszeit. Auch wenn es jetzt schon wieder aus Kübeln gießt....der Frühling ist im Anmarsch;-)

Sonntag, 21. März 2010

Guerilla- Gärtnern...

...oder so ähnlich.
Gestern haben wir in einer Nacht und Nebel- Aktion unseren Apfelbaum in einer öffentlichen Grünanlage ausgesetzt.

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Bei Tageslicht betrachtet scheint er sich dort sehr wohl zu fühlen. Bisher hat noch niemand Notiz von ihm genommen, mit Ausnahme der vielen Rüden am Morgen...die sehr irritiert schienen ihr Bein nun einmal mehr anheben zu müssen;-)

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Freitag, 19. März 2010

Lotte- Hü !


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Himmel bin ich heute müde. Der Enthusiasmus nach dem gestrigen Sonnentag ist heute wie ein Soufflé in sich zusammengesackt.

Statt Sonne ein Erwachen im Einheitsgrau.

Ich hätte diesen Tag nutzen können um einen energiefördernden Grundfrühjahrsputz durchzuziehen*hüstel*

Leider bin ich so gar nicht der Aufräumtyp! Wiederholt festgestellt und mir vorgenommen das jetzt mit fast 40 mal als Tatsache in Stein zu meiseln.

Für mich gibt es nichts langweiligeres als Aufräumen. Ich hätte auch mal gerne wieder frisches Weiß an den Wohnungswänden aber ich selber kann mich nicht dazu hinreißen lassen, selbst die Rolle zu schwingen.
Nicht meine Bühne, die Rolle gebe ich gerne an andere ab.

Mein Yogalehrer hat in der Ausbildung die schöne Geschichte eines alten, sehr schlecht gelaunten Mannes erzählt, der damals im Ashram in der Isestraße auftauchte, dort an die Tür klopfte und sagte: " Aaaah...mir gehts soooo schlecht! Kann ich was für Euch tun???"

Ja gerne...... und so sah man ihn die folgende Woche alle Räume des 600qm großen Ashrams in reines Weiß tünchen.

Also wenns Euch schlecht gehen sollte:
Ihr könnt hier jede Menge für mich tun;-)

Donnerstag, 18. März 2010

Endlich...

...ein Hauch von echtem Frühling! Sonne satt und das Gefühl sofort zum Eissalon zu müssen!

Während die Kinder zum ersten Mal wieder den Garten unsicher machen wagte ich vom echten Sommer zu träumen und wechselte im Halbstundentakt von Sommergedanken zum Nähmaschinchen.

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( ich hatte die schnöde Idee nur mal kurz in den zweiten Stock zu huschen um mir einen heißen Milchkaffee zu brutzeln. Als ich mir zwei seelenschmeichelnden Büchern und der heißen Tasse wieder nach unten kam mußte ich zur Kenntnis nehmen, dass mein Zweitjüngster meine Abwesenheit genutzt hat um Matschepampe gegen sämtliche Fenster zu schleudern. Also erstmal ne halbe Stunde geputzt während der Kaffee im gleißenden Sonnenlicht immer kälter wurde*grmpppf* Der Wald ruft...da gibts keine Fenster und keine ordnungsliebenden Nachbarn)

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Aber inmitten meiner Turbulenzen, dem Sonnenschein, den Ricottagnocchis und dem kalten Kaffee ist das zweite Hackenporschetäschchen fertig geworden. Und auch wenn das matte Schwarz sehr unspektakulär daher kommt, so ist die Funktionalität doch genauso, wie ich es mir erhofft hatte.
Ich liebe im Übrigen das Tafelwachstuch von hier.
Es ist so herrlich überflüssig !

Die Picknickdecke benötigt nur noch eine passende Umrandung und dann sind wir startklar. Ich freue mich schon, die Nudelsalate durch den Wald zu ziehen.

My creation



Heute wurden mir in Abstand von 20 Minuten zwei sehr unterschiedliche Spiegel vorgehalten.

Während mein 15jähriger Sohn, der mich beim nähen der Tasche "erwischte", zu mir sagte "Boah du bist echt freakig, Mama!" (Und das war nicht als Kompliment gedacht), fragte mich meine 9jährige Nachbarin, wie ich denn (in meinem Alter )zu so einem kleinen Kind käme "Ääääh...." Ja ich würde ja wohl eher aussehen wie die Oma und nicht wie die Mutter....*öhm*

Naja..ich kann zur Entschärfung der Situation noch kundtun, daß die Mutter der besagten 9jährigen gerade mal 14 Jahre älter ist, als ihre Tochter. Das machts nicht wirklich besser....verschiebt aber etwas den Blickwinkel der Beobachterin;-)
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